Kategorie: <span>Allgemein</span>

Ist es möglich, für Texte der Literatenrunde auch ohne Verlag Reichweite zu gewinnen? Und dabei die Interessen des Buchhandels zu bewahren? Wir wollten es mit einem Pilotprojekt herausfinden. Ausgewählte Kurzgeschichten von unserm Autor Hans-Jürgen Block zusammen mit Bildern und Grafiken der Karlsruher Künstlerin Brigitte Nowatzke-Kraft, also ein Media-Mix bereits vom Inhalt. Auch von der Form wollten wir so viele Wege wie möglich gehen: E-Book, Taschenbuch in Schwarz-Weiß, qualitativ hochwertiges Hardcover Buch mit farbigen Abbildungen und Hörbuch.

Die Kooperation ist so angelegt, dass die Buchhandlungen die aus dem Verlagsgeschäft gebotenen Margen auch bei uns bekommen. Am Ende bleibt auch für die Autoren noch ein wenig übrig – aber unser Ziel ist ja primär nicht der finanzelle Gewinn, sondern die Reichweite.

Hans-Jürgen Block, Brigitte Nowatzke-Kraft: „Visionen. Phantastische Traumgebilde vom Leben und Sterben“, Literatenrunde, Karlsruhe, 2020, 16 Geschichten, 15 Bilder, 102 Seiten.


4,95 Euro E-book ASIN B08JQP9LY2

9,90 Euro Taschenbuch ISBN 979-8681336037

19,90 Euro Hardcover

Erhältlich in der Durlacher Buchhandlung „Der Rabe“ sowie bei Amazon, E-book nur über Amazon.

Am Freitagabend, den 26.3.2021, 19 Uhr, findet im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus die Lesebühne unter dem Titel „machtWorte mitGefühl“ statt. Zwei Mitglieder der Literatenrunde e. V., Fritz Kölling und Ana-Rosa López-Villegas, sind mit eigenen Geschichten dabei.
Der Youtube-Link.

Mehr Infos über das gesamte Programm unter: https://iwgr-ka.de/programm

Am 09.03.2021 beginnen wir unsere Textwerkstatt (Zoom-Meeting) mit ein paar Übungen. 

Aufgaben (von zu Hause vorbereiten)

  • Mikroporträt: eine Person mit ganz wenigen Begriffen charakterisieren (vielleicht als Ratespiel, man muss raten, um wen es handelt)
  • eine Geschichte zu einem Einkaufszettel schreiben (kurz)
  • „Mein seltsamer Nachbar“.

Aufgabe (als Übung während der Schreibwerkstatt, keine Vorbereitung nötig)

  • Buchstaben weglassen
    Ein Abschnitt / kurzer Zeitungsartikel (ich such einen aus, ggf. von jemand anderem auch einen?) wird von allen umgeschrieben und dabei wird  eine Schwierigkeit eingebaut: Es dürfen keine Wörter mit dem Buchstaben „a“ darin vorkommen. Aus „dann“ wird zum Beispiel „in der Folge“.
    –> Vorlesen und gemeinsam staunen.

Es müssen nicht alle Übungen gemacht werden. Was gefällt – je mehr teilnehmen, desto interessanter natürlich die Vielfalt der Ergebnisse, und Vergleichsmöglichkeit.

Falls es für weitere Texte Zeit gibt, lesen wir diese gerne auch.

Freitag, 09.10.2020 | 19.00 Uhr | Buchhandlung Hoser & Mende

DIE LITERATENRUNDE PRÄSENTIERT: BAUSTELLE

„Literatur offensiv!“ lautet auch dieses Jahr das Motto des wichtigsten Literaturforums der Stadt, das unter Federführung der Literarischen Gesellschaft Literatur aus Karlsruhe und der Region an außergewöhnlichen Leseorten präsentiert. Die Literaturtage Karlsruhe 2020 beginnen in diesem Jahr offiziell ab dem 4. Oktober 2020 mit dem Dead-and-Alive-Slam des Badischen Staatstheaters im Großen Haus. Hier finden Sie das vollständige Programm
Auch unsere Literatenrunde wird sich wieder mit einer Lesung verschiedener Autor:innen beteiligen, am Freitag, 09.10.2020 um 19.00 Uhr in der Buchhandlung Hoser & Mende

DIE LITERATENRUNDE PRÄSENTIERT: BAUSTELLE
Karlsruhe ist eine Baustelle. Eine ganze Stadt wird umgegraben und auch das Leben ist eine Baustelle. Immer wieder tut sich ein neuer Graben auf, den es zu überqueren gilt. Mitglieder der Literatenrunde erzählen die Geschichten ihrer Baustellen, literarisch aufgearbeitet, alle in ihrem ganz eigenen Stil: Johannes Beurle, Hans-Jürgen Block, Frank Diedrich, Ana Rosa López, Gisela Naumann.

Die Buchhandlung Hoser & Mende befindet sich in der Karlstraße 76. Der Eintritt ist frei, die maximale Besucherzahl auf 20 begrenzt.

Weitere Informationen: 

Auf der Seite der Literaturtage Karlsruhe 2020: Literaturtage

Auf unserer Veranstaltungsseite: Baustelle

ORT: Buchhandlung Hoser & Mende | Karlstraße 76
EINTRITT frei, maximale Besucherzahl: 20
VERANSTALTER: Die Literatenrunde

Die Literatenrunde hatte zur Klappstuhllesung eingeladen: Wer sitzen mochte, sollte einen Klapp- oder Liegestuhl, eine Luftmatratze oder ähnliches mitbringen und vielleicht auch etwas zu essen oder trinken. Und jetzt um kurz vor sieben gruppierten sich buntgestreifte Strandhandtücher, ein grüner Jumbositzsack, Isomatten, Decken, Holzhöckerchen und Klappstühle jedweder Machart im Schatten des riesigen Ahorns vor der Albtalkapelle. Gut 60 neugierige Besucher umrahmten den durch eine blaue Decke mit weißen Sternen markierten Mittelpunkt der Lesung, die außer der Kreativität der Mitwirkenden kaum weitere Hilfsmittel benötigte. Manuela Schur (Gitarre) und Marius Göhringer (Mandoline) entlockten ihren akustischen Instrumente virtuose Klänge, die vom abendlichen Sommerwind mit zauberhafter Naturdynamik veredelt bis in die letzte Reihe getragen wurden, begleitet vom Rascheln der Blätter und gelegentlichen Glockenschlägen. Auch Ekkehard Meyer und Gisela Naumann verschafften sich mit ihren Stimmen und Geschichten vom ‚Liebenswerten Chaot‘ und ‚Uschis Sommerferien‘ noch unverstärkt Gehör, bis zunehmender Wind und ein inzwischen gefundenes Verlängerungskabel den Einsatz der mobilen Lautsprecheranlage erforderlich und möglich machten. Birgit Heneka konnte ihre Geschichte ‚Der kleine Wolf‘ und Hermann Schmitthenner den ‚Bienenunfall‘ bereits mit Mikrofonverstärkung vortragen, und der Wind nurmehr durch abendliche Kühle Aufmerksamkeit erlangen. Das Geschehen nahm Rhythmus auf, jeweils zwei Lesungen wurden von einem musikalischen Vortrag umrahmt, Kronkorken schnalzten und Fließjacken schützten erste Fröstelnde vor abendlicher Kühle. Fritz Kölling stellte alle Lesenden kurz vor, zunächst noch Rabenstern und ihr Stück ‚Der Präparator‘ und las dann selbst ‚Die Hochzeit mit den Großeltern‘. Einige Besucher hatten sich inzwischen auf den Rücken gelegt und spürten wohl noch die Wärme der letzten Sonnenstrahlen im Gras, sahen den verblassenden Himmel und hörten im Rauschen des Windes den Zauber der Worte, erdacht und vorgetragen einmal nicht von professionellen Schriftstellern und Schauspielern, sondern von Mitgliedern der Literatenrunde Karlsruhe. Am Schluss Frank Diedrich mit Beobachtungen ‚Im Speisesaal‘ und Franziska Joachim mit einer Dichtung in schwäbischer Mundart, und dann noch einmal Mandoline und Gitarre mit einem flotten Ragtime.

Ein Abend mit Ideen, Entdeckungen, Erfahrungen, Erlebnisse, so bunt gedichtet und vorgetragen wie diese durch ihre Freude am Zuhören vereinte Runde. Es muss für alle schöne gewesen sein, fand sich doch am Ende noch ein Strohhut, der klingender Münze und raschelnden Scheinen eine neue Heimat gab. Bereits vorher ließen herzlicher Applaus und immer wieder Lacher erkennen, dass die Darbietungen einigen wohl ganz gut gefallen hatten.

Alle sind bis zum Schluss dageblieben, obwohl es keine Türen gab. Manche kamen extra noch einmal nach vorne zur blauen Decke, wo die Lesenden sich an einer gemeinsamen Abschiedsverbeugung versuchten, um zu sagen, wie gut es ihnen gefallen hatte. Das ist doch das höchste Vergnügen für einen Autor. Und wenn er kein Profi ist, auch das einzige ­– außer dem Schreiben selbst. An alle, die dabei waren: kommt wieder, im nächsten Jahr an gleicher Stelle. Oder noch besser: zum Mitmachen in die Literatenrunde. Zweimal im Monat im BKK Künstlerhaus.